Brüder und Schwestern, heute reden wir nicht über diese hochtrabenden Bildbearbeitungs-Apps, sondern über eine Funktion, die täglich in deinem Handy liegt, die du aber vielleicht nie richtig beachtet hast – das Drehen und Spiegeln von Bildern. Wisch nicht gleich weiter, ich weiß, was du denkst: „Drehen? Das kann ich schon lange, ich tippe einfach auf das Symbol mit dem Kreis!“ Aber was ich sagen will: Dahinter steckt mehr, als nur ein Foto geradezurücken.
Erst einmal eine unbequeme Frage: Hattest du schon einmal diese Erfahrung? Du dachtest beim Fotografieren, deine Bildkomposition sei super, aber wenn du dir das Foto in der Galerie ansiehst, ist es schief, der Boden ist geneigt, das Gesicht ist auf dem Kopf. Dann öffnest du die Bearbeitung, findest das Drehen, tippst wild darauf und bekommst das Foto endlich gerade. Und dann? Dann entdeckst du, dass um das Foto ein weißer Rand entstanden ist? Oder das eigentliche Motiv, das du aufnehmen wolltest, ist durch das Drehen aus dem Bild gerutscht? Und noch schlimmer: Du willst ein Querformat ins Hochformat drehen, aber nach dem Drehen wird das Seitenverhältnis gestreckt und verzerrt, das Gesicht wird zum Pfannkuchengesicht, das Gebäude wird zum schiefen Turm.
Siehst du, genau hier liegt das Problem. Du denkst, „Drehen“ sei Allheilmittel, aber dahinter steckt auch noch das „Spiegeln“. Viele Leute nutzen das Spiegeln nie, denken, das sei nur für Selfies, wenn der Text spiegelverkehrt ist, dann braucht man es. Weit gefehlt!
Ich verrate dir heute einen Trick, den die meisten nach 1990 Geborenen nicht kennen. In deiner Handy-Galerie gibt es die Drehfunktion. Halte den Drehknopf gedrückt, oder suche in verschiedenen Handys die Option „Spiegeln“ neben „Zuschneiden“. Versuche, ein Foto horizontal zu spiegeln. Du wirst feststellen, dass ein Foto, bei dem du dachtest, dein Gesicht sei etwas schief und die Frisur unordentlich, nach dem Spiegeln plötzlich viel besser aussieht! Warum? Weil das menschliche Gesicht nicht vollkommen symmetrisch ist. Wir sind es gewohnt, uns im Spiegel zu sehen, aber andere sehen dich auf Fotos. Wenn du es spiegelst, ist das das echte Du aus der Perspektive anderer. Viele Fotografen nutzen diesen Trick heimlich, um die visuelle Balance bei Porträts zu korrigieren.
Jetzt zur fortgeschrittenen Nutzung des Drehens. Du denkst, Drehen geht nur um 90 oder 180 Grad? Halte das Dreh-Symbol gedrückt, bei manchen Handys kannst du feinjustieren! Zum Beispiel, wenn du den Horizont fotografierst und er nur um ein oder zwei Grad schief ist, und du einmal auf 90 Grad drehst, ist es doch ruiniert! Du musst im Bearbeitungsmodus den Winkelregler mit dem Finger leicht bewegen oder direkt mit zwei Fingern auf dem Foto drehen. Korrigiere diese ein oder zwei Grad, dann ist die „Horizontlinie“ des gesamten Fotos stabil, und dieser professionelle Effekt stellt sich sofort ein.
Und noch etwas Genialeres: die Kombination aus „Spiegeln“ und „Drehen“. Hast du schon einmal ein Schild oder Poster mit Text fotografiert? Beim Aufnehmen nicht aufgepasst, und zu Hause stellst du fest, dass der Text spiegelverkehrt ist. Dann solltest du nicht nur Drehen verwenden, sondern „Horizontal spiegeln“ oder „Vertikal spiegeln“. Zum Beispiel, wenn du ein Ausstellungsstück hinter einer Glasscheibe fotografierst, kann es durch das Glas spiegelverkehrt sein. Dann tippst du einfach auf Horizontal spiegeln, und die ganze Welt ist wieder richtig herum. Diese Funktion ist auch super nützlich, wenn du Spiegelungen fotografierst.
Also unterschätze nicht dieses Symbol in der äußersten Ecke der Bearbeitungsleiste. Es dient nicht nur dazu, schiefe Bilder geradezurücken, es ist das am meisten unterschätzte „Bildretter-Werkzeug“ in deinem Handy. Wenn dein Freund oder deine Freundin dich das nächste Mal fotografiert und dein Gesicht schief ist, lösche nicht sofort, versuche es mit Horizontal spiegeln – vielleicht rettet es sofort ein misslungenes Foto. Oder wenn du viele Aufnahmen für ein Kurzvideo gemacht hast und die Richtung nicht stimmt, erst spiegeln, dann drehen, kombiniert – das geht schneller, als am Computer Photoshop zu öffnen.
Genug, frag nicht mehr bei der Suchmaschine, welches Werkzeug zum Drehen und Spiegeln von Handybildern das beste ist. Das in deinem Handy integrierte ist das beste. Entscheidend ist, dass du es verstehst und nutzt. Jetzt, sofort, öffne deine Galerie, such dir ein Foto, das du komisch findest, und probiere den Spiegel-Knopf aus. Du wirst mir dankbar sein.