Zum Schulstart sind die sozialen Medien voller Klagen von Eltern. Nicht die fröhliche Art, wenn man Schultaschen oder Schreibwaren kauft, sondern die Art, bei der man beim Blick auf die Zahlungsaufforderung scharf die Luft einzieht. Meine Nachbarin Frau Wang hat mich gestern Abend im Garten eine halbe Stunde lang festgehalten, nur um eine Sache zu berechnen: Wie viel mehr die Schulgebühren dieses Semester im Vergleich zum letzten sind.
Sie holte ihr Handy heraus, öffnete den Taschenrechner, gab zuerst die Zahl vom letzten Semester ein, dann die vom aktuellen, und begann zu addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren. Nach einer Weile schlug sie sich auf den Oberschenkel: „Es ist um 12 % gestiegen!“ Ich fragte, wie sie das berechnet habe, und sie sagte, sie habe den Prozentrechner benutzt, die beiden Zahlen eingegeben, und die Erhöhung sei automatisch erschienen, sogar mit zwei Dezimalstellen.
Eigentlich ist das ein sehr typischer Fall. Wenn wir normalerweise Erhöhungen berechnen, ist der häufigste Fehler, die „Differenz“ als „Erhöhung“ zu betrachten. Zum Beispiel, wenn die Gebühren von 5000 auf 6000 steigen, ist die Differenz 1000, aber die Erhöhung beträgt 20 % – man muss 1000 durch die ursprünglichen 5000 teilen und dann mit 100 % multiplizieren. Diese Logik ist für viele nicht sofort verständlich, besonders wenn zum Schulstart viele Gebühren zusammenkommen: Schulgebühren, Büchergeld, Uniformkosten, Aktivitätsgebühren – jeder Posten ist etwas teurer als im letzten Jahr, und zusammen wird es überwältigend.
In solchen Momenten ist ein praktischer Prozentrechner ein Lebensretter. Man gibt einfach den „ursprünglichen Wert“ ein, dann den „aktuellen Wert“, und er zeigt direkt, um wie viel Prozent es gestiegen ist. Umgekehrt funktioniert es auch: Wenn man wissen möchte, wie viel man nach der Erhöhung zahlen muss, gibt man den ursprünglichen Preis und die Erhöhung ein, und er berechnet sofort die neue Zahl. Noch praktischer ist, dass einige Eltern gerne die Kosten verschiedener Schulen vergleichen oder die Gebührenunterschiede zwischen verschiedenen Klassenstufen derselben Schule. Mit diesem Werkzeug sieht man auf einen Blick, welche Erhöhung stark ist und welche übertrieben.
Ich erinnere mich besonders an den „Mathe-Klassensprecher“-Vater aus einer Elterngruppe im letzten Jahr. Er erstellte eine Tabelle, berechnete die Gebührenerhöhungen aller Nachhilfekurse, sortierte sie nach Prozent, und stellte fest, dass der teuerste Kurs tatsächlich die geringste Erhöhung hatte, während zwei unscheinbare kleine Kurse am stärksten gestiegen waren. Er sagte, er habe das alles nur dank dieses Rechners geschafft – wer hätte sonst die Geduld, Prozentsätze von Hand zu berechnen? Das ist ja keine Mathe-Abituraufgabe.
Deshalb empfehle ich allen Eltern zum diesjährigen Schulstart: Beschwert euch nicht nur in der Gruppe mit „schon wieder gestiegen“, sondern rechnet die Zahlen klar aus. Wie viel Prozent Erhöhung, wie viel vom Haushaltseinkommen das ausmacht, welche Ausgaben notwendig sind und welche man streichen kann – wenn man diese Daten vorliegen hat, wird die Entscheidung klar. Selbst wenn man nur dem Vater „Bericht erstatten“ möchte, wirkt man mit konkreten Zahlen wie eine gute Haushälterin, nicht wie jemand, der nur laut schimpft.
Ein Werkzeug ist eben nur ein Werkzeug, aber es kann helfen, vage Ängste in klare Zahlen zu verwandeln. Wie Frau Wang gestern Abend am Ende sagte: „Jetzt, wo ich weiß, dass es um 12 % gestiegen ist, bin ich innerlich ruhiger, weil ich es ausrechnen kann und weiß, wo ich sparen kann.“ Genau das ist der Sinn des Rechnens. Der Prozentrechner ist nicht kompliziert, aber richtig eingesetzt ist er der „Rechnungs-Helfer“ für Eltern zum Schulstart.