Kurz nachdem die Apple-Keynote vorbei war, haben wir in unserer Frontend-Gruppe eigentlich noch über die Farben und Kameras des iPhone 17 geredet. Dann hat irgendwer einen Screenshot reingeworfen, auf dem ein Stück HTML-Code zu sehen war, das wunderschön formatiert war. Und plötzlich ist die ganze Gruppe vom Thema abgekommen und hat angefangen, über dieses HTML-Formatierungstool zu reden. Ehrlich gesagt benutzt man so was ja ständig, aber an dem Tag war die Diskussion besonders lebhaft – wahrscheinlich weil alle von der Keynote müde waren und einen Vorwand zum Rumgammeln gesucht haben.
Die Sache war die: Ein Kumpel aus der Gruppe hatte einen Auftrag als Freelancer angenommen. Der Kunde hat ihm einen Haufen HTML-Dateien aus einem alten System gegeben, und der Code war wirklich ein einziges Chaos. Tags wild verschachtelt, Attribut-Anführungszeichen mal da, mal nicht, Einrückung nach Lust und Laune – mal sieben, acht Leerzeichen, mal alles zusammengequetscht. Er meinte, als er die Datei geöffnet hat, war es als hätte er ein Wollknäuel gesehen, mit dem eine Katze gespielt hat. Er wollte es erst manuell aufräumen, aber nach einer halben Stunde hatte er gerade mal eine Seite fertig und seine Augen waren kurz vorm Versagen. Dann hat ihm jemand ein HTML-Formatierungstool geschickt. Er hat den Code reingepackt, einen Klick gemacht, und der ganze Code war sofort sauber und ordentlich – Zeilenumbrüche wo sie hingehören, Einrückungen wo sie hingehören, die Tag-Hierarchie auf einen Blick erkennbar. Er meinte, das Gefühl in dem Moment war besser als nach der Keynote.
Eigentlich ist HTML-Formatierung so eine Sache – nicht wirklich groß, aber auch nicht wirklich klein. Beim normalen Coden haben Editoren meistens eine eingebaute Formatierungsfunktion, da achtet man vielleicht nicht so drauf. Aber wenn man den Code von jemand anderem ändern muss oder irgendwo ein komprimiertes HTML rauskopiert hat, dann bricht man ohne Formatierungstool wirklich zusammen. Besonders dieses auf eine Zeile komprimierte HTML – tausende Zeichen aneinandergereiht, du findest nicht mal das schließende Tag eines divs. Du musst dich mit den Augen Zeile für Zeile durcharbeiten, die Effizienz ist grauenhaft.
Jemand aus der Gruppe hat auch erwähnt, dass manche Formatierungstools ziemlich detailliert sind. Zum Beispiel kann man wählen, ob die Einrückung mit Leerzeichen oder Tabs erfolgen soll, ob 2 oder 4 Leerzeichen, ob Attribute umgebrochen werden sollen, ob leere Tags selbstschließend sein sollen, sogar Groß- und Kleinschreibung kann vereinheitlicht werden. Diese Optionen sehen unscheinbar aus, aber in der Praxis sparen sie einem eine Menge Arbeit. Wenn zum Beispiel jemand im Team Tabs gewohnt ist und jemand anders Leerzeichen, dann kämpfen die Formate nach dem Commit gegeneinander. Wenn man dann einmal das Formatierungstool drüberlaufen lässt, sind alle zufrieden.
Ein weiterer viel diskutierter Punkt war, dass manche Online-HTML-Formatierungstools auch das direkte Einfügen von URLs oder das Hochladen von Dateien unterstützen und sogar mehrere Dateien eines ganzen Projekts verarbeiten können. Für die Situation, wo man alten Code in großen Mengen aufräumen muss, ist das super praktisch. Man muss nicht jede Datei einzeln manuell kopieren und einfügen – die gesparte Zeit reicht für mehrere Keynote-News.
Aber es gab auch Gruppenmitglieder, die gewarnt haben: Bei Online-Tools sollte man aufpassen, manche laden deinen Code auf einen Server hoch. Wenn es um interne Firmenprojekte geht oder um Code mit sensiblen Informationen, sollte man besser lokale Formatierungstools oder Editor-Plugins verwenden. Bei Code-Sicherheit ist es nie verkehrt, etwas vorsichtiger zu sein.
Am Ende waren sich alle im Grunde einig: HTML-Formatierungstools – normalerweise denkt man vielleicht nicht dran, sie zu benutzen, aber im entscheidenden Moment können sie wirklich Leben retten. Besonders kurz nach einer Keynote, wenn alle früher Feierabend machen wollen – was man mit einem Klick erledigen kann, sollte man niemals manuell machen. Der Kumpel mit dem Freelance-Auftrag meinte später noch, er hat das Tool in seine Lesezeichen aufgenommen. Zukünftig wird er bei jedem Auftrag erst formatieren und dann ändern – viel entspannter.
Siehst du – die Apple-Keynote hat sich nach und nach in eine Frontend-Tool-Empfehlungsrunde verwandelt. Aber auch gut, zumindest interessanter als trocken über Handy-Specs zu reden.